Bau-Wissen
July 8, 2026

Lieferantenshops per OCI direkt ins ERP anbinden

Was OCI und PunchOut sind und wie Bauunternehmen die Onlineshops ihrer Lieferanten ohne Medienbruch in ihr Bestellsystem einbinden.

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Zwei Systeme, ein Medienbruch, viele Fehlerquellen

Der Ablauf ist in vielen Baubetrieben Alltag: Der Einkäufer sucht das passende Material im Onlineshop des Lieferanten, kopiert Artikelnummern und Preise in eine Excel-Tabelle und tippt sie anschließend erneut ins eigene Bestellsystem. Zwei Systeme, ein Medienbruch, viele Fehlerquellen. Jede manuelle Übertragung kostet Zeit und produziert Zahlendreher, die erst auffallen, wenn das falsche Material auf der Baustelle liegt und die Kolonne bereits darauf wartet. Eine OCI-Anbindung macht genau diesen Zwischenschritt überflüssig.

Was OCI und PunchOut wirklich bedeuten

OCI steht für Open Catalog Interface, eine etablierte Schnittstelle für die Anbindung externer Kataloge und Onlineshops an ein Beschaffungssystem. Der zugehörige Vorgang heißt PunchOut. Beide Begriffe beschreiben denselben Grundgedanken, nur aus verschiedenen Blickwinkeln.

Der Ablauf ist einfacher, als die Abkürzungen vermuten lassen:

  • Der Einkäufer startet im eigenen Bestellsystem und springt per Klick direkt in den Onlineshop des Lieferanten.
  • Er stellt dort seinen Warenkorb zusammen, mit den aktuellen Preisen und Verfügbarkeiten des Lieferanten.
  • Statt zu bestellen, übergibt er den Warenkorb per Knopfdruck zurück ins eigene System. Artikel, Mengen und Preise wandern strukturiert mit.
  • Die eigentliche Bestellung, Freigabe und Buchung erfolgen wieder im eigenen Beschaffungssystem.

> Der entscheidende Punkt: Der Einkäufer verlässt seinen Bestellprozess nie wirklich. Er nutzt den Shop des Lieferanten nur als Regal, gebucht wird zu Hause.

Der Vorteil gegenüber einem klassischen Katalog liegt auf der Hand. Ein importierter Katalog ist immer nur eine Momentaufnahme. Preise ändern sich, Artikel werden ersetzt, und schon nach kurzer Zeit arbeitet der Einkauf mit veralteten Daten. Beim PunchOut dagegen sieht der Einkäufer stets den aktuellen Stand des Lieferanten, weil er live in dessen System einkauft. Er profitiert von der Aktualität, ohne die Datenpflege selbst leisten zu müssen.

Auch die Abgrenzung zur reinen ERP-Anbindung ist wichtig. OCI regelt den Weg in den Shop und den Rücksprung des Warenkorbs, während die anschließende Verarbeitung, Freigabe und Buchung im eigenen System verbleibt. Beide Bausteine ergänzen sich: OCI bringt die Artikel sauber herein, die ERP-Anbindung sorgt dafür, dass die Bestellung sauber weiterverarbeitet wird.

Warum sich die Anbindung für den Einkauf im Bau lohnt

Der offensichtliche Gewinn ist der Wegfall der doppelten Erfassung, die heute in vielen Betrieben täglich Zeit kostet. Doch die Vorteile reichen tiefer und treffen genau die Punkte, an denen im Bau regelmäßig Geld verloren geht:

  • Aktuelle Preise und Verfügbarkeit in Echtzeit: Der Warenkorb enthält die Konditionen, die im Moment des Einkaufs wirklich gelten, nicht veraltete Stände aus einer alten Preisliste.
  • Kein Stammdaten-Ballast im eigenen System: Der komplette Artikelkatalog des Lieferanten muss nicht dauerhaft im eigenen System gepflegt werden. Das hält die Stammdaten schlank und aktuell.
  • Weniger Tippfehler: Artikelnummern, Mengen und Preise werden strukturiert übergeben statt abgetippt. Das reduziert genau die Fehler, die später Reklamationen und Rechnungsdifferenzen auslösen.
  • Sauberer Übergang in die Rechnungsprüfung: Weil Bestelldaten strukturiert vorliegen, lässt sich die spätere Rechnung automatisch dagegen abgleichen.

Damit trägt die OCI-Anbindung direkt zu schnelleren Prozessen bei. In digitalisierten Bestellabläufen lässt sich die Zeit bis zur fertigen Bestellung um bis zu 50 Prozent senken, und die Beschaffungsdaten liegen zu nahezu 100 Prozent strukturiert im eigenen System vor.

Checkliste für die Einrichtung mit dem Lieferanten

Eine OCI-Anbindung ist kein Großprojekt, aber sie will sauber abgestimmt sein. Wer sie mit einem Lieferanten aufsetzt, sollte vorab einige Punkte klären:

  • Unterstützt der Lieferant OCI und in welcher Version, und stellt er einen PunchOut-Zugang bereit?
  • Welche Zugangsdaten und welche Rücksprung-Adresse werden benötigt, damit der Warenkorb im eigenen System landet?
  • Werden individuell verhandelte Konditionen im Shop angezeigt oder nur Listenpreise?
  • Welche Artikeldaten kommen beim Rücksprung mit, und passen sie zur eigenen Artikelstruktur?
  • Wie werden Einheiten und Mengen übergeben, damit es beim Wareneingang keine Missverständnisse gibt?

Diese Fragen früh zu klären erspart späteres Nachjustieren und sorgt dafür, dass die Anbindung vom ersten Tag an sauber läuft. In der Praxis empfiehlt es sich, mit den zwei oder drei umsatzstärksten Lieferanten zu beginnen. Dort ist der Hebel am größten, und die gesammelte Erfahrung lässt sich später auf weitere Lieferanten übertragen.

Ein häufiges Missverständnis sollte man dabei ausräumen: OCI ist kein exotischer Sonderweg, sondern in vielen Branchen längst gelebter Standard im professionellen Einkauf. Große Baustoffhändler und Fachlieferanten bieten PunchOut-Zugänge oft bereits an, ohne dass die Kunden es wissen. Ein Anruf beim Vertrieb des Lieferanten genügt häufig, um zu erfahren, dass die Anbindung technisch längst möglich ist.

Wie CATHAGO Shops und Kataloge zusammenführt

Bei CATHAGO führen wir Lieferantenshops und eigene Kataloge in einer Beschaffungsplattform zusammen, sodass der Einkäufer aus einer Oberfläche heraus arbeitet, egal ob er im angebundenen Shop oder im hinterlegten Katalog bestellt. Der Warenkorb, die Freigabe und die Übergabe ins ERP-System bleiben durchgängig, ohne den Medienbruch, der heute so viel Zeit kostet.

Für den Einkäufer ändert sich der Arbeitsalltag spürbar. Er muss nicht mehr zwischen Browser, Tabelle und Bestellsystem hin und her wechseln, sondern bleibt in einem Fluss. Für die Geschäftsführung entsteht daraus ein zusätzlicher Vorteil: Weil alle Bestellungen über denselben Kanal laufen, sind sie vollständig dokumentiert und auswertbar. Man sieht, bei welchem Lieferanten wie viel bestellt wird, und kann dieses Wissen in die nächste Konditionsverhandlung mitnehmen. Aus einer technischen Schnittstelle wird so ein handfester wirtschaftlicher Hebel.

Warum der Medienbruch zwischen Beschaffung und ERP so teuer ist, vertiefen wir in Beschaffung und ERP-Integration ohne Medienbruch. Wie sich Bestellen auf der Baustelle so einfach anfühlt wie ein Onlinekauf, zeigt der Beitrag Bestellen wie im Onlineshop: Beschaffung am Bau. Und wie sich Konditionen zentral bündeln lassen, lesen Sie in Rahmenverträge im Bau: zentrale Beschaffung rettet Margen.

Fazit: Den Warenkorb zur Arbeit schicken

OCI und PunchOut klingen technisch, lösen aber ein sehr praktisches Problem: das doppelte Erfassen zwischen Lieferantenshop und Bestellsystem. Wer die Onlineshops seiner wichtigsten Lieferanten anbindet, arbeitet mit aktuellen Preisen, spart sich das Abtippen und legt zugleich die Basis für eine automatische Rechnungsprüfung. Der Aufwand für die Einrichtung ist überschaubar, der Nutzen dagegen wiederholt sich bei jeder einzelnen Bestellung. Genau darin liegt die Stärke solcher Schnittstellen: Sie kosten einmal Aufmerksamkeit und sparen danach dauerhaft Zeit. Ein Gespräch mit den drei wichtigsten Lieferanten über deren OCI-Fähigkeit ist ein guter erster Schritt.

Zwei Systeme, ein Medienbruch, viele Fehlerquellen

Der Ablauf ist in vielen Baubetrieben Alltag: Der Einkäufer sucht das passende Material im Onlineshop des Lieferanten, kopiert Artikelnummern und Preise in eine Excel-Tabelle und tippt sie anschließend erneut ins eigene Bestellsystem. Zwei Systeme, ein Medienbruch, viele Fehlerquellen. Jede manuelle Übertragung kostet Zeit und produziert Zahlendreher, die erst auffallen, wenn das falsche Material auf der Baustelle liegt und die Kolonne bereits darauf wartet. Eine OCI-Anbindung macht genau diesen Zwischenschritt überflüssig.

Was OCI und PunchOut wirklich bedeuten

OCI steht für Open Catalog Interface, eine etablierte Schnittstelle für die Anbindung externer Kataloge und Onlineshops an ein Beschaffungssystem. Der zugehörige Vorgang heißt PunchOut. Beide Begriffe beschreiben denselben Grundgedanken, nur aus verschiedenen Blickwinkeln.

Der Ablauf ist einfacher, als die Abkürzungen vermuten lassen:

  • Der Einkäufer startet im eigenen Bestellsystem und springt per Klick direkt in den Onlineshop des Lieferanten.
  • Er stellt dort seinen Warenkorb zusammen, mit den aktuellen Preisen und Verfügbarkeiten des Lieferanten.
  • Statt zu bestellen, übergibt er den Warenkorb per Knopfdruck zurück ins eigene System. Artikel, Mengen und Preise wandern strukturiert mit.
  • Die eigentliche Bestellung, Freigabe und Buchung erfolgen wieder im eigenen Beschaffungssystem.

> Der entscheidende Punkt: Der Einkäufer verlässt seinen Bestellprozess nie wirklich. Er nutzt den Shop des Lieferanten nur als Regal, gebucht wird zu Hause.

Der Vorteil gegenüber einem klassischen Katalog liegt auf der Hand. Ein importierter Katalog ist immer nur eine Momentaufnahme. Preise ändern sich, Artikel werden ersetzt, und schon nach kurzer Zeit arbeitet der Einkauf mit veralteten Daten. Beim PunchOut dagegen sieht der Einkäufer stets den aktuellen Stand des Lieferanten, weil er live in dessen System einkauft. Er profitiert von der Aktualität, ohne die Datenpflege selbst leisten zu müssen.

Auch die Abgrenzung zur reinen ERP-Anbindung ist wichtig. OCI regelt den Weg in den Shop und den Rücksprung des Warenkorbs, während die anschließende Verarbeitung, Freigabe und Buchung im eigenen System verbleibt. Beide Bausteine ergänzen sich: OCI bringt die Artikel sauber herein, die ERP-Anbindung sorgt dafür, dass die Bestellung sauber weiterverarbeitet wird.

Warum sich die Anbindung für den Einkauf im Bau lohnt

Der offensichtliche Gewinn ist der Wegfall der doppelten Erfassung, die heute in vielen Betrieben täglich Zeit kostet. Doch die Vorteile reichen tiefer und treffen genau die Punkte, an denen im Bau regelmäßig Geld verloren geht:

  • Aktuelle Preise und Verfügbarkeit in Echtzeit: Der Warenkorb enthält die Konditionen, die im Moment des Einkaufs wirklich gelten, nicht veraltete Stände aus einer alten Preisliste.
  • Kein Stammdaten-Ballast im eigenen System: Der komplette Artikelkatalog des Lieferanten muss nicht dauerhaft im eigenen System gepflegt werden. Das hält die Stammdaten schlank und aktuell.
  • Weniger Tippfehler: Artikelnummern, Mengen und Preise werden strukturiert übergeben statt abgetippt. Das reduziert genau die Fehler, die später Reklamationen und Rechnungsdifferenzen auslösen.
  • Sauberer Übergang in die Rechnungsprüfung: Weil Bestelldaten strukturiert vorliegen, lässt sich die spätere Rechnung automatisch dagegen abgleichen.

Damit trägt die OCI-Anbindung direkt zu schnelleren Prozessen bei. In digitalisierten Bestellabläufen lässt sich die Zeit bis zur fertigen Bestellung um bis zu 50 Prozent senken, und die Beschaffungsdaten liegen zu nahezu 100 Prozent strukturiert im eigenen System vor.

Checkliste für die Einrichtung mit dem Lieferanten

Eine OCI-Anbindung ist kein Großprojekt, aber sie will sauber abgestimmt sein. Wer sie mit einem Lieferanten aufsetzt, sollte vorab einige Punkte klären:

  • Unterstützt der Lieferant OCI und in welcher Version, und stellt er einen PunchOut-Zugang bereit?
  • Welche Zugangsdaten und welche Rücksprung-Adresse werden benötigt, damit der Warenkorb im eigenen System landet?
  • Werden individuell verhandelte Konditionen im Shop angezeigt oder nur Listenpreise?
  • Welche Artikeldaten kommen beim Rücksprung mit, und passen sie zur eigenen Artikelstruktur?
  • Wie werden Einheiten und Mengen übergeben, damit es beim Wareneingang keine Missverständnisse gibt?

Diese Fragen früh zu klären erspart späteres Nachjustieren und sorgt dafür, dass die Anbindung vom ersten Tag an sauber läuft. In der Praxis empfiehlt es sich, mit den zwei oder drei umsatzstärksten Lieferanten zu beginnen. Dort ist der Hebel am größten, und die gesammelte Erfahrung lässt sich später auf weitere Lieferanten übertragen.

Ein häufiges Missverständnis sollte man dabei ausräumen: OCI ist kein exotischer Sonderweg, sondern in vielen Branchen längst gelebter Standard im professionellen Einkauf. Große Baustoffhändler und Fachlieferanten bieten PunchOut-Zugänge oft bereits an, ohne dass die Kunden es wissen. Ein Anruf beim Vertrieb des Lieferanten genügt häufig, um zu erfahren, dass die Anbindung technisch längst möglich ist.

Wie CATHAGO Shops und Kataloge zusammenführt

Bei CATHAGO führen wir Lieferantenshops und eigene Kataloge in einer Beschaffungsplattform zusammen, sodass der Einkäufer aus einer Oberfläche heraus arbeitet, egal ob er im angebundenen Shop oder im hinterlegten Katalog bestellt. Der Warenkorb, die Freigabe und die Übergabe ins ERP-System bleiben durchgängig, ohne den Medienbruch, der heute so viel Zeit kostet.

Für den Einkäufer ändert sich der Arbeitsalltag spürbar. Er muss nicht mehr zwischen Browser, Tabelle und Bestellsystem hin und her wechseln, sondern bleibt in einem Fluss. Für die Geschäftsführung entsteht daraus ein zusätzlicher Vorteil: Weil alle Bestellungen über denselben Kanal laufen, sind sie vollständig dokumentiert und auswertbar. Man sieht, bei welchem Lieferanten wie viel bestellt wird, und kann dieses Wissen in die nächste Konditionsverhandlung mitnehmen. Aus einer technischen Schnittstelle wird so ein handfester wirtschaftlicher Hebel.

Warum der Medienbruch zwischen Beschaffung und ERP so teuer ist, vertiefen wir in Beschaffung und ERP-Integration ohne Medienbruch. Wie sich Bestellen auf der Baustelle so einfach anfühlt wie ein Onlinekauf, zeigt der Beitrag Bestellen wie im Onlineshop: Beschaffung am Bau. Und wie sich Konditionen zentral bündeln lassen, lesen Sie in Rahmenverträge im Bau: zentrale Beschaffung rettet Margen.

Fazit: Den Warenkorb zur Arbeit schicken

OCI und PunchOut klingen technisch, lösen aber ein sehr praktisches Problem: das doppelte Erfassen zwischen Lieferantenshop und Bestellsystem. Wer die Onlineshops seiner wichtigsten Lieferanten anbindet, arbeitet mit aktuellen Preisen, spart sich das Abtippen und legt zugleich die Basis für eine automatische Rechnungsprüfung. Der Aufwand für die Einrichtung ist überschaubar, der Nutzen dagegen wiederholt sich bei jeder einzelnen Bestellung. Genau darin liegt die Stärke solcher Schnittstellen: Sie kosten einmal Aufmerksamkeit und sparen danach dauerhaft Zeit. Ein Gespräch mit den drei wichtigsten Lieferanten über deren OCI-Fähigkeit ist ein guter erster Schritt.

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