Kraftstoff macht bis zu 30 Prozent der Betriebskosten einer Baumaschine aus. So bekommen Baubetriebe Diesel und Betriebsstoffe im Einkauf sauber unter Kontrolle.

Bei Zement, Stahl und Dämmung verhandeln Baubetriebe um Zehntelprozente. Beim Diesel tankt der Maschinist, unterschreibt einen Lieferschein und niemand prüft den Literpreis. Dabei macht Kraftstoff bis zu 30 Prozent der Betriebskosten einer Baumaschine aus, bei einem Dieselpreis, der im Frühjahr 2026 bei rund 2,30 Euro je Liter lag.
Auf das gesamte Baugewerbe gerechnet steht Diesel für etwa 41 Prozent des Energieverbrauchs. Das ist keine Nebenposition. Es ist eine Warengruppe, die in vielen Betrieben schlicht nicht als Warengruppe geführt wird.
Der Unterschied klingt sprachlich, ist aber organisatorisch. Ein Baustoff durchläuft Anfrage, Angebot, Bestellung, Lieferschein und Rechnungsprüfung. Diesel durchläuft: Tank leer, Lieferant angerufen, Tankwagen kommt, Zettel unterschrieben.
Daraus folgen vier Lücken, die sich in fast jedem Betrieb ohne definierte Betriebsstoff-Warengruppe finden:
Die letzte Lücke ist die teuerste. Kraftstoff gehört zu den bevorzugten Zielen auf Baustellen, und wie verbreitet das Problem ist, haben wir in unserem Beitrag dazu beschrieben, dass jede zweite Baustelle von Diebstahl betroffen ist. Ein Betrieb, der Liefermenge und Verbrauch nicht gegeneinanderstellt, kann einen Verlust nicht einmal bemerken, geschweige denn belegen.
Was man nicht als Warengruppe führt, kann man nicht verhandeln. Und was man nicht zuordnet, kann man nicht nachkalkulieren.
Hinzu kommt ein organisatorischer Effekt: Weil Diesel niemandem im Einkauf zugeordnet ist, wird die Warengruppe bei Konditionsrunden schlicht übersprungen. Ein Betrieb, der jedes Jahr über Zementpreise verhandelt, hat über den Literpreis seines Kraftstoffs häufig seit Jahren nicht gesprochen, obwohl das Jahresvolumen in einer ähnlichen Größenordnung liegen kann.
Welcher Bezugsweg der richtige ist, hängt von Maschinenpark, Baustellenstruktur und Entfernungen ab. Entscheidend ist nicht die Wahl an sich, sondern dass pro Weg klar ist, was dokumentiert werden muss.
Der Lieferant betankt die Maschinen direkt vor Ort. Bequem, aber die Abrechnung erfolgt oft nach Zähleranzeige des Tankwagens. Auf dem Lieferschein müssen deshalb Datum, Uhrzeit, Menge, Baustelle und idealerweise die betankte Maschine stehen. Ohne diese Angaben ist die Rechnung später nicht prüfbar.
Sie kaufen größere Mengen und verteilen selbst. Der Preisvorteil ist real, verlagert aber die Erfassung zu Ihnen: Wer entnimmt wie viel für welche Maschine? Ohne Entnahmeprotokoll haben Sie den Schwund nur an eine andere Stelle geschoben.
Flexibel für Fahrzeuge, teuer für Maschinen und schwer zuzuordnen, wenn eine Karte von mehreren Personen genutzt wird. Sinnvoll als Ergänzung, selten als Hauptweg.
Der günstigste Literpreis bei ausreichendem Volumen, verbunden mit Investition, Genehmigungspflichten und eigener Entnahmeerfassung. Rechnet sich ab einem stabilen Jahresverbrauch und einem Fuhrpark, der ohnehin täglich am Standort startet.
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Nehmen Sie einen Betrieb mit einem Jahresverbrauch von 60.000 Litern, bei einem Preisniveau von rund 2,30 Euro je Liter also gut 138.000 Euro Materialaufwand allein für Kraftstoff. Ein verhandelter Aufschlag, der zwei Cent unter dem bisherigen Tagespreisniveau liegt, bringt 1.200 Euro im Jahr. Das ist der kleinere Teil.
Der größere Teil steckt in den Mengen. Wenn zwei Prozent des Volumens durch nicht erfasste Entnahmen, Rundungen beim Zählerstand oder schlicht durch Schwund verschwinden, sind das 1.200 Liter oder rund 2.760 Euro. Diese Summe bemerkt niemand, weil sie sich über zwölf Monate und mehrere Baustellen verteilt. Sichtbar wird sie erst, wenn Liefermenge und zugeordneter Verbrauch nebeneinanderstehen.
Der wirksamste Hebel liegt nicht in der Logistik, sondern im Vertrag. Ein Rahmenvertrag für Betriebsstoffe bindet den Abrechnungspreis an eine nachvollziehbare Referenz, typischerweise eine veröffentlichte Notierung plus einen fest vereinbarten Aufschlag für Fracht und Marge.
Der Unterschied ist erheblich. Beim Tagespreis erfahren Sie den Preis nach der Lieferung und können ihn nur akzeptieren. Bei einer Preisformel kennen Sie ihn vorher und können die Rechnung nachrechnen. Genau das ist der Grund, warum sich zentrale Beschaffung über Rahmenverträge auch bei scheinbar unspektakulären Warengruppen auszahlt.
Diese Punkte gehören in den Vertrag:
Ein Liter Diesel ohne Kostenstelle ist ein Liter, den Sie nie wieder wiederfinden. Die Zuordnung muss dort passieren, wo die Lieferung ankommt, also auf der Baustelle, und nicht drei Wochen später in der Buchhaltung.
Praktisch heißt das: Die Betriebsstoff-Lieferung wird wie jede andere Lieferung behandelt. Es gibt eine Bestellung mit Kostenstelle, einen erfassten Wareneingang mit Menge und Baustelle, und eine Rechnungsprüfung, die beides gegeneinanderhält. Wer Bestellungen ohnehin schon mit Kostenstelle anlegt, muss dafür nichts Neues erfinden, sondern nur die Warengruppe aufnehmen. Und wer das wilde Bestellen auf der Baustelle bereits eingedämmt hat, kennt den Mechanismus: Ohne Bestellung keine Lieferung, ohne Kostenstelle keine Bestellung.
Bei CATHAGO laufen Betriebsstoffe deshalb durch denselben Prozess wie Baustoffe. Die Lieferung wird mobil auf der Baustelle erfasst, die Menge landet auf Kostenstelle und Maschine, und die Rechnung wird automatisch gegen Bestellung und Lieferschein geprüft. Dass digitale Wareneingänge dabei eine Datenqualität von 99,9 Prozent erreichen, ist kein Selbstzweck: Es ist die Bedingung dafür, dass die Nachkalkulation je Baustelle überhaupt stimmt.
Ziehen Sie die letzten drei Dieselrechnungen des laufenden Jahres heraus und beantworten Sie vier Fragen: Kennen Sie den vereinbarten Literpreis, bevor Sie die Rechnung sehen? Steht auf dem Lieferschein eine Baustelle? Ist die Menge einer Kostenstelle zugeordnet? Und wissen Sie, wie viel Diesel dieselbe Baustelle im selben Zeitraum verbraucht hat?
Vier Ja bedeuten, dass Sie Ihre Betriebsstoffe im Griff haben. Bei jedem Nein liegt ein Hebel, der sich bei den heutigen Preisen innerhalb eines Quartals rechnet.
Bei Zement, Stahl und Dämmung verhandeln Baubetriebe um Zehntelprozente. Beim Diesel tankt der Maschinist, unterschreibt einen Lieferschein und niemand prüft den Literpreis. Dabei macht Kraftstoff bis zu 30 Prozent der Betriebskosten einer Baumaschine aus, bei einem Dieselpreis, der im Frühjahr 2026 bei rund 2,30 Euro je Liter lag.
Auf das gesamte Baugewerbe gerechnet steht Diesel für etwa 41 Prozent des Energieverbrauchs. Das ist keine Nebenposition. Es ist eine Warengruppe, die in vielen Betrieben schlicht nicht als Warengruppe geführt wird.
Der Unterschied klingt sprachlich, ist aber organisatorisch. Ein Baustoff durchläuft Anfrage, Angebot, Bestellung, Lieferschein und Rechnungsprüfung. Diesel durchläuft: Tank leer, Lieferant angerufen, Tankwagen kommt, Zettel unterschrieben.
Daraus folgen vier Lücken, die sich in fast jedem Betrieb ohne definierte Betriebsstoff-Warengruppe finden:
Die letzte Lücke ist die teuerste. Kraftstoff gehört zu den bevorzugten Zielen auf Baustellen, und wie verbreitet das Problem ist, haben wir in unserem Beitrag dazu beschrieben, dass jede zweite Baustelle von Diebstahl betroffen ist. Ein Betrieb, der Liefermenge und Verbrauch nicht gegeneinanderstellt, kann einen Verlust nicht einmal bemerken, geschweige denn belegen.
Was man nicht als Warengruppe führt, kann man nicht verhandeln. Und was man nicht zuordnet, kann man nicht nachkalkulieren.
Hinzu kommt ein organisatorischer Effekt: Weil Diesel niemandem im Einkauf zugeordnet ist, wird die Warengruppe bei Konditionsrunden schlicht übersprungen. Ein Betrieb, der jedes Jahr über Zementpreise verhandelt, hat über den Literpreis seines Kraftstoffs häufig seit Jahren nicht gesprochen, obwohl das Jahresvolumen in einer ähnlichen Größenordnung liegen kann.
Welcher Bezugsweg der richtige ist, hängt von Maschinenpark, Baustellenstruktur und Entfernungen ab. Entscheidend ist nicht die Wahl an sich, sondern dass pro Weg klar ist, was dokumentiert werden muss.
Der Lieferant betankt die Maschinen direkt vor Ort. Bequem, aber die Abrechnung erfolgt oft nach Zähleranzeige des Tankwagens. Auf dem Lieferschein müssen deshalb Datum, Uhrzeit, Menge, Baustelle und idealerweise die betankte Maschine stehen. Ohne diese Angaben ist die Rechnung später nicht prüfbar.
Sie kaufen größere Mengen und verteilen selbst. Der Preisvorteil ist real, verlagert aber die Erfassung zu Ihnen: Wer entnimmt wie viel für welche Maschine? Ohne Entnahmeprotokoll haben Sie den Schwund nur an eine andere Stelle geschoben.
Flexibel für Fahrzeuge, teuer für Maschinen und schwer zuzuordnen, wenn eine Karte von mehreren Personen genutzt wird. Sinnvoll als Ergänzung, selten als Hauptweg.
Der günstigste Literpreis bei ausreichendem Volumen, verbunden mit Investition, Genehmigungspflichten und eigener Entnahmeerfassung. Rechnet sich ab einem stabilen Jahresverbrauch und einem Fuhrpark, der ohnehin täglich am Standort startet.
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Nehmen Sie einen Betrieb mit einem Jahresverbrauch von 60.000 Litern, bei einem Preisniveau von rund 2,30 Euro je Liter also gut 138.000 Euro Materialaufwand allein für Kraftstoff. Ein verhandelter Aufschlag, der zwei Cent unter dem bisherigen Tagespreisniveau liegt, bringt 1.200 Euro im Jahr. Das ist der kleinere Teil.
Der größere Teil steckt in den Mengen. Wenn zwei Prozent des Volumens durch nicht erfasste Entnahmen, Rundungen beim Zählerstand oder schlicht durch Schwund verschwinden, sind das 1.200 Liter oder rund 2.760 Euro. Diese Summe bemerkt niemand, weil sie sich über zwölf Monate und mehrere Baustellen verteilt. Sichtbar wird sie erst, wenn Liefermenge und zugeordneter Verbrauch nebeneinanderstehen.
Der wirksamste Hebel liegt nicht in der Logistik, sondern im Vertrag. Ein Rahmenvertrag für Betriebsstoffe bindet den Abrechnungspreis an eine nachvollziehbare Referenz, typischerweise eine veröffentlichte Notierung plus einen fest vereinbarten Aufschlag für Fracht und Marge.
Der Unterschied ist erheblich. Beim Tagespreis erfahren Sie den Preis nach der Lieferung und können ihn nur akzeptieren. Bei einer Preisformel kennen Sie ihn vorher und können die Rechnung nachrechnen. Genau das ist der Grund, warum sich zentrale Beschaffung über Rahmenverträge auch bei scheinbar unspektakulären Warengruppen auszahlt.
Diese Punkte gehören in den Vertrag:
Ein Liter Diesel ohne Kostenstelle ist ein Liter, den Sie nie wieder wiederfinden. Die Zuordnung muss dort passieren, wo die Lieferung ankommt, also auf der Baustelle, und nicht drei Wochen später in der Buchhaltung.
Praktisch heißt das: Die Betriebsstoff-Lieferung wird wie jede andere Lieferung behandelt. Es gibt eine Bestellung mit Kostenstelle, einen erfassten Wareneingang mit Menge und Baustelle, und eine Rechnungsprüfung, die beides gegeneinanderhält. Wer Bestellungen ohnehin schon mit Kostenstelle anlegt, muss dafür nichts Neues erfinden, sondern nur die Warengruppe aufnehmen. Und wer das wilde Bestellen auf der Baustelle bereits eingedämmt hat, kennt den Mechanismus: Ohne Bestellung keine Lieferung, ohne Kostenstelle keine Bestellung.
Bei CATHAGO laufen Betriebsstoffe deshalb durch denselben Prozess wie Baustoffe. Die Lieferung wird mobil auf der Baustelle erfasst, die Menge landet auf Kostenstelle und Maschine, und die Rechnung wird automatisch gegen Bestellung und Lieferschein geprüft. Dass digitale Wareneingänge dabei eine Datenqualität von 99,9 Prozent erreichen, ist kein Selbstzweck: Es ist die Bedingung dafür, dass die Nachkalkulation je Baustelle überhaupt stimmt.
Ziehen Sie die letzten drei Dieselrechnungen des laufenden Jahres heraus und beantworten Sie vier Fragen: Kennen Sie den vereinbarten Literpreis, bevor Sie die Rechnung sehen? Steht auf dem Lieferschein eine Baustelle? Ist die Menge einer Kostenstelle zugeordnet? Und wissen Sie, wie viel Diesel dieselbe Baustelle im selben Zeitraum verbraucht hat?
Vier Ja bedeuten, dass Sie Ihre Betriebsstoffe im Griff haben. Bei jedem Nein liegt ein Hebel, der sich bei den heutigen Preisen innerhalb eines Quartals rechnet.