Zwischen den Jahren stehen Baustellen still. So planen Bauunternehmen Bestellungen, Abrufe und Stornos rechtzeitig vor der Winterpause.

Kurz vor Weihnachten fährt der Händler die letzte Tour, nach Neujahr die erste. Die genauen Tage unterscheiden sich je Händler und Region, das Muster ist überall gleich. Wer bis dahin offene Abrufe, nicht abgeholte Restmengen und frostempfindliches Material auf der Baustelle hat, zahlt im neuen Jahr doppelt: einmal für das Material, das Schaden genommen hat, und einmal für die Hektik im Januar.
Die Winterpause ist planbar. Sie kommt jedes Jahr zum selben Zeitpunkt, und trotzdem wird sie im Bestellwesen vieler Bauunternehmen erst in der zweiten Dezemberwoche zum Thema. Dann ist es für saubere Entscheidungen zu spät.
Dabei geht es nicht nur um Kosten. Eine schlecht vorbereitete Pause bindet im Januar genau die Leute, die eigentlich die neuen Baustellen anlaufen lassen sollen: Bauleiter telefonieren Lieferungen hinterher, der Einkauf klärt Reklamationen für verdorbenes Material, die Buchhaltung sucht Gutschriften. Eine Stunde Planung im Herbst spart hier ein Vielfaches im Frühjahr.
Gesetzlich beginnt die Schlechtwetterzeit am 1. Dezember und endet am 31. März (§ 101 SGB III). In diesem Zeitraum ruht auf vielen Baustellen die Arbeit zeitweise oder ganz. Das Bestellwesen läuft dagegen oft einfach weiter, als wäre nichts.
Aus Rahmenverträgen und Sammelbestellungen stehen noch Teilmengen aus. Der Lieferant hat sie eingeplant und liefert, wenn niemand widerspricht. Steht die Baustelle zu diesem Zeitpunkt still, wird das Material vor einem verschlossenen Bauzaun abgeladen oder gar nicht angenommen. Im ersten Fall liegt es ungeschützt, im zweiten entstehen Kosten für eine erneute Anlieferung.
Mörtel, Kleber, Putze, Dichtstoffe und Farben vertragen keinen Frost. Gebinde, die im Dezember auf der Baustelle stehen bleiben, sind im Februar oft nicht mehr verwendbar. Auch Paletten mit Steinen oder Dämmstoffen leiden, wenn sie nicht abgedeckt oder auf feuchtem Untergrund gelagert werden.
Wer im Dezember nichts geplant hat, bestellt im Januar alles gleichzeitig. Bei vielen Händlern gilt dann: Wer zuerst bestellt, bekommt die ersten Touren. Erfahrungsgemäß sind die Lieferfenster der ersten Januarwochen schnell vergeben, und die Baustellen, die zuletzt bestellen, starten später als geplant.
Die Winterpause kostet kein Geld. Unvorbereitete Bestellungen schon.
Die folgenden drei Schritte lassen sich gut auf die letzten drei Monate des Jahres verteilen. Wichtig ist, dass jemand die Verantwortung für die Sichtung übernimmt, idealerweise der Einkauf gemeinsam mit den Bauleitern.
Ziehen Sie Ende Oktober eine Liste aller offenen Bestellungen und Abrufe, sortiert nach Baustelle. Klären Sie mit dem Bauleiter für jede Baustelle:
Für die Planung der Anlieferungen hilft eine strukturierte Übersicht, wie wir sie im Artikel Material-Lieferungen auf der Baustelle planen beschreiben.
Informieren Sie Ihre Lieferanten im November schriftlich, welche Abrufe bis Jahresende ausgesetzt werden. Klären Sie dabei, ob Restmengen aus Rahmenverträgen ins neue Jahr übertragen werden können oder ob sie verfallen. Bei Sonderanfertigungen und Bestellungen mit langer Lieferzeit lohnt der Blick in die Vertragsbedingungen, bevor Sie stornieren.
Frostempfindliches Material, das bereits auf der Baustelle liegt, sollte entweder in ein beheiztes Lager gebracht oder, wenn möglich, an den Händler zurückgegeben werden. Dokumentieren Sie jede Rückgabe mit Lieferschein, damit die Gutschrift nicht verloren geht.
Sobald der Wiederanlauf je Baustelle feststeht, bestellen Sie das Startmaterial. Das sollte im Dezember passieren, nicht in der ersten Januarwoche. So sichern Sie sich frühe Liefertermine und vermeiden, dass die Kolonne am ersten Arbeitstag auf Material wartet.
Achten Sie dabei auf Freigaben: Wenn Bestellungen über bestimmte Beträge eine Freigabe brauchen, planen Sie die Urlaubszeiten der Freigebenden ein. Wie digitale Freigaben den Ablauf beschleunigen, lesen Sie unter Digitale Bestellfreigaben halten Baukosten unter Kontrolle.
Nicht jedes Material lässt sich vor der Pause zurückholen. Was auf der Baustelle bleibt, braucht einen Plan, damit es im Frühjahr noch verwendbar ist. Der Bauleiter sollte vor dem letzten Arbeitstag einen Rundgang machen und den Bestand festhalten.
Frostempfindliche Gebinde wie Mörtel, Kleber, Putze, Dichtstoffe, Farben und flüssige Zusatzmittel gehören in einen frostfreien Raum. Ist auf der Baustelle keiner vorhanden, sollten sie in das Lager oder an den Händler zurückgehen. Beachten Sie dabei die Lagerhinweise auf den Gebinden und in den technischen Merkblättern der Hersteller.
Paletten mit Steinen, Dämmstoffen oder Gipskartonplatten müssen trocken und auf festem Untergrund stehen. Eine Abdeckung mit Folie, die gegen Wind gesichert ist, verhindert, dass Wasser eindringt und gefriert. Holz und Schalungsmaterial sollte so gestapelt werden, dass es belüftet ist.
Halten Sie den verbleibenden Bestand mit Fotos und einer kurzen Liste fest. Das hilft im Januar beim Wiederanlauf, weil der Bauleiter weiß, was vorhanden ist und was nachbestellt werden muss. Und es schützt vor Diskussionen, wenn über die Pause etwas verschwindet. Wie verbreitet Diebstahl auf Baustellen ist, beschreibt der Beitrag Fast jeder zweite Baubetrieb von Diebstahl betroffen.
Die Winterpause ist auch ein guter Zeitpunkt, um Rahmenverträge anzusehen. Welche Verträge laufen aus, welche Konditionen gelten im neuen Jahr, welche Restmengen sind offen? Wer diese Fragen im Dezember klärt, startet im Januar mit klaren Preisen statt mit Rückfragen bei jedem Abruf. Hintergründe dazu finden Sie im Artikel Rahmenverträge im Bau: Wie zentrale Beschaffung Margen rettet.
Wir bei CATHAGO sehen, dass eine zentrale Bestellübersicht je Baustelle die Sichtung der offenen Bestellungen deutlich verkürzt, weil alle Bestellungen, Abrufe und Lieferungen an einer Stelle liegen statt in Mails, Telefonnotizen und Ordnern.
Wenn Sie sehen möchten, wie eine solche Bestellübersicht für Ihre Baustellen aussieht, vereinbaren Sie gern eine Demo mit uns.
Kurz vor Weihnachten fährt der Händler die letzte Tour, nach Neujahr die erste. Die genauen Tage unterscheiden sich je Händler und Region, das Muster ist überall gleich. Wer bis dahin offene Abrufe, nicht abgeholte Restmengen und frostempfindliches Material auf der Baustelle hat, zahlt im neuen Jahr doppelt: einmal für das Material, das Schaden genommen hat, und einmal für die Hektik im Januar.
Die Winterpause ist planbar. Sie kommt jedes Jahr zum selben Zeitpunkt, und trotzdem wird sie im Bestellwesen vieler Bauunternehmen erst in der zweiten Dezemberwoche zum Thema. Dann ist es für saubere Entscheidungen zu spät.
Dabei geht es nicht nur um Kosten. Eine schlecht vorbereitete Pause bindet im Januar genau die Leute, die eigentlich die neuen Baustellen anlaufen lassen sollen: Bauleiter telefonieren Lieferungen hinterher, der Einkauf klärt Reklamationen für verdorbenes Material, die Buchhaltung sucht Gutschriften. Eine Stunde Planung im Herbst spart hier ein Vielfaches im Frühjahr.
Gesetzlich beginnt die Schlechtwetterzeit am 1. Dezember und endet am 31. März (§ 101 SGB III). In diesem Zeitraum ruht auf vielen Baustellen die Arbeit zeitweise oder ganz. Das Bestellwesen läuft dagegen oft einfach weiter, als wäre nichts.
Aus Rahmenverträgen und Sammelbestellungen stehen noch Teilmengen aus. Der Lieferant hat sie eingeplant und liefert, wenn niemand widerspricht. Steht die Baustelle zu diesem Zeitpunkt still, wird das Material vor einem verschlossenen Bauzaun abgeladen oder gar nicht angenommen. Im ersten Fall liegt es ungeschützt, im zweiten entstehen Kosten für eine erneute Anlieferung.
Mörtel, Kleber, Putze, Dichtstoffe und Farben vertragen keinen Frost. Gebinde, die im Dezember auf der Baustelle stehen bleiben, sind im Februar oft nicht mehr verwendbar. Auch Paletten mit Steinen oder Dämmstoffen leiden, wenn sie nicht abgedeckt oder auf feuchtem Untergrund gelagert werden.
Wer im Dezember nichts geplant hat, bestellt im Januar alles gleichzeitig. Bei vielen Händlern gilt dann: Wer zuerst bestellt, bekommt die ersten Touren. Erfahrungsgemäß sind die Lieferfenster der ersten Januarwochen schnell vergeben, und die Baustellen, die zuletzt bestellen, starten später als geplant.
Die Winterpause kostet kein Geld. Unvorbereitete Bestellungen schon.
Die folgenden drei Schritte lassen sich gut auf die letzten drei Monate des Jahres verteilen. Wichtig ist, dass jemand die Verantwortung für die Sichtung übernimmt, idealerweise der Einkauf gemeinsam mit den Bauleitern.
Ziehen Sie Ende Oktober eine Liste aller offenen Bestellungen und Abrufe, sortiert nach Baustelle. Klären Sie mit dem Bauleiter für jede Baustelle:
Für die Planung der Anlieferungen hilft eine strukturierte Übersicht, wie wir sie im Artikel Material-Lieferungen auf der Baustelle planen beschreiben.
Informieren Sie Ihre Lieferanten im November schriftlich, welche Abrufe bis Jahresende ausgesetzt werden. Klären Sie dabei, ob Restmengen aus Rahmenverträgen ins neue Jahr übertragen werden können oder ob sie verfallen. Bei Sonderanfertigungen und Bestellungen mit langer Lieferzeit lohnt der Blick in die Vertragsbedingungen, bevor Sie stornieren.
Frostempfindliches Material, das bereits auf der Baustelle liegt, sollte entweder in ein beheiztes Lager gebracht oder, wenn möglich, an den Händler zurückgegeben werden. Dokumentieren Sie jede Rückgabe mit Lieferschein, damit die Gutschrift nicht verloren geht.
Sobald der Wiederanlauf je Baustelle feststeht, bestellen Sie das Startmaterial. Das sollte im Dezember passieren, nicht in der ersten Januarwoche. So sichern Sie sich frühe Liefertermine und vermeiden, dass die Kolonne am ersten Arbeitstag auf Material wartet.
Achten Sie dabei auf Freigaben: Wenn Bestellungen über bestimmte Beträge eine Freigabe brauchen, planen Sie die Urlaubszeiten der Freigebenden ein. Wie digitale Freigaben den Ablauf beschleunigen, lesen Sie unter Digitale Bestellfreigaben halten Baukosten unter Kontrolle.
Nicht jedes Material lässt sich vor der Pause zurückholen. Was auf der Baustelle bleibt, braucht einen Plan, damit es im Frühjahr noch verwendbar ist. Der Bauleiter sollte vor dem letzten Arbeitstag einen Rundgang machen und den Bestand festhalten.
Frostempfindliche Gebinde wie Mörtel, Kleber, Putze, Dichtstoffe, Farben und flüssige Zusatzmittel gehören in einen frostfreien Raum. Ist auf der Baustelle keiner vorhanden, sollten sie in das Lager oder an den Händler zurückgehen. Beachten Sie dabei die Lagerhinweise auf den Gebinden und in den technischen Merkblättern der Hersteller.
Paletten mit Steinen, Dämmstoffen oder Gipskartonplatten müssen trocken und auf festem Untergrund stehen. Eine Abdeckung mit Folie, die gegen Wind gesichert ist, verhindert, dass Wasser eindringt und gefriert. Holz und Schalungsmaterial sollte so gestapelt werden, dass es belüftet ist.
Halten Sie den verbleibenden Bestand mit Fotos und einer kurzen Liste fest. Das hilft im Januar beim Wiederanlauf, weil der Bauleiter weiß, was vorhanden ist und was nachbestellt werden muss. Und es schützt vor Diskussionen, wenn über die Pause etwas verschwindet. Wie verbreitet Diebstahl auf Baustellen ist, beschreibt der Beitrag Fast jeder zweite Baubetrieb von Diebstahl betroffen.
Die Winterpause ist auch ein guter Zeitpunkt, um Rahmenverträge anzusehen. Welche Verträge laufen aus, welche Konditionen gelten im neuen Jahr, welche Restmengen sind offen? Wer diese Fragen im Dezember klärt, startet im Januar mit klaren Preisen statt mit Rückfragen bei jedem Abruf. Hintergründe dazu finden Sie im Artikel Rahmenverträge im Bau: Wie zentrale Beschaffung Margen rettet.
Wir bei CATHAGO sehen, dass eine zentrale Bestellübersicht je Baustelle die Sichtung der offenen Bestellungen deutlich verkürzt, weil alle Bestellungen, Abrufe und Lieferungen an einer Stelle liegen statt in Mails, Telefonnotizen und Ordnern.
Wenn Sie sehen möchten, wie eine solche Bestellübersicht für Ihre Baustellen aussieht, vereinbaren Sie gern eine Demo mit uns.