LkSG ohne Berichtspflicht, CSDDD erst ab 2029: Was nach dem EU-Omnibus für Bauunternehmen gilt und welche Lieferantendaten Sie trotzdem brauchen.
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Das deutsche Lieferkettengesetz gilt weiter, die Berichtspflicht wird faktisch nicht mehr durchgesetzt, und die EU-Lieferkettenrichtlinie wurde 2026 deutlich verkleinert. Für Bauunternehmen heißt das nicht, dass das Thema erledigt ist. Wer größere Auftraggeber beliefert oder selbst über 1.000 Beschäftigte hat, wird weiter nach Lieferanten, Herkunft von Baustoffen und Nachunternehmern gefragt. Wir fassen den Stand im Oktober 2026 zusammen.
Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Seit dem 01.01.2024 gilt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen, die in der Regel mindestens 1.000 Arbeitnehmer im Inland beschäftigen. Vorher lag die Schwelle bei 3.000 (NWB Experten-Blog).
Kleinere Betriebe sind nicht direkt verpflichtet, aber mittelbar betroffen: Große Auftraggeber geben ihre Anforderungen über Verträge, Lieferantenkodizes und Fragebögen weiter. Darauf weist auch das BAFA hin (Handwerksblatt). Ein Rohbauer mit 120 Mitarbeitern, der für einen großen Generalunternehmer arbeitet, bekommt diese Fragen also genauso.
Das Bundeskabinett hat am 03.09.2025 einen Entwurf beschlossen, der die jährliche Berichtspflicht rückwirkend abschaffen soll (NWB Experten-Blog). Das BAFA prüft seitdem keine Berichte nach §§ 12 und 13 LkSG mehr (IHK Dresden).
Der Entwurf reduziert die Bußgeldtatbestände von 13 auf 4. Sanktioniert werden sollen nur noch schwere Verstöße gegen die Sorgfaltspflichten (NWB Experten-Blog).
Der Bundestag hat den Gesetzentwurf (Drucksache 21/2474) am 16.01.2026 in erster Lesung beraten (Deutscher Bundestag). Nach unserer Recherche im Oktober 2026 ist das Änderungsgesetz noch nicht verkündet (liefertreu). Prüfen Sie den aktuellen Stand vor Entscheidungen im Bundesgesetzblatt.
Die Sorgfaltspflichten selbst gelten weiter (DIHK). Betroffene Unternehmen brauchen also weiterhin:
Entfallen ist nur der öffentliche Bericht. Die Nachweise müssen Sie trotzdem führen können.
Mit der Richtlinie (EU) 2026/470 hat die EU die Lieferkettenrichtlinie CSDDD im Rahmen des Omnibus-I-Pakets geändert. Sie wurde am 26.02.2026 im Amtsblatt veröffentlicht (Noerr). Die wichtigsten Punkte:
Die Kernpflichten, Schäden in Eigenbetrieb und Wertschöpfungskette zu verhindern und zu beheben, bleiben bestehen (Business & Human Rights Resource Centre). Wie Deutschland das LkSG an die neue Richtlinie anpasst, ist noch offen.
Die meisten Anfragen kommen nicht vom BAFA, sondern von Auftraggebern. Ein Generalunternehmer fragt vor der Vergabe: Welche Lieferanten setzen Sie ein, wo sitzen sie, gibt es eine unterschriebene Verhaltenserklärung? Wer Lieferanten in Excel-Listen, Mail-Postfächern und Köpfen von Polieren verwaltet, braucht für diese Antwort Tage. Ein zentraler Lieferantenstamm mit Adressen, Ansprechpartnern, Zertifikaten und Ablaufdaten macht daraus eine Abfrage.
Risiken liegen am Bau oft in der Vorkette: Natursteine, Bewehrungsstahl, Holz oder Solarmodule mit langen Lieferwegen. Dafür müssen Sie wissen, welches Material von welchem Händler auf welcher Baustelle verbaut wurde. Diese Information steht auf Bestellung und Lieferschein. Liegt der Lieferschein nur als Papier im Bauwagen, ist sie für eine Risikoanalyse praktisch nicht nutzbar.
Bei Nachunternehmern geht es vor allem um Arbeitsbedingungen: Mindestlohn, Arbeitsschutz, Unterkünfte, Subunternehmerketten. Sinnvoll sind vertragliche Zusicherungen, die Weitergabe an Sub-Subunternehmer, Stichproben auf der Baustelle und ein Beschwerdekanal, den auch gewerbliche Mitarbeiter ohne Deutschkenntnisse erreichen.
Mit CATHAGO laufen Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen über eine Plattform. Unsere eigene KI liest Papierlieferscheine aus und ordnet sie Bestellung und Baustelle zu. So entsteht nebenbei die Datengrundlage, aus der Sie sehen, welcher Lieferant welches Material wohin geliefert hat. Unsere Kunden erreichen 99,9 % digitale Lieferdaten. Wie das in Ihrem Betrieb aussieht, zeigen wir Ihnen in einer Demo.
Das deutsche Lieferkettengesetz gilt weiter, die Berichtspflicht wird faktisch nicht mehr durchgesetzt, und die EU-Lieferkettenrichtlinie wurde 2026 deutlich verkleinert. Für Bauunternehmen heißt das nicht, dass das Thema erledigt ist. Wer größere Auftraggeber beliefert oder selbst über 1.000 Beschäftigte hat, wird weiter nach Lieferanten, Herkunft von Baustoffen und Nachunternehmern gefragt. Wir fassen den Stand im Oktober 2026 zusammen.
Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Seit dem 01.01.2024 gilt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen, die in der Regel mindestens 1.000 Arbeitnehmer im Inland beschäftigen. Vorher lag die Schwelle bei 3.000 (NWB Experten-Blog).
Kleinere Betriebe sind nicht direkt verpflichtet, aber mittelbar betroffen: Große Auftraggeber geben ihre Anforderungen über Verträge, Lieferantenkodizes und Fragebögen weiter. Darauf weist auch das BAFA hin (Handwerksblatt). Ein Rohbauer mit 120 Mitarbeitern, der für einen großen Generalunternehmer arbeitet, bekommt diese Fragen also genauso.
Das Bundeskabinett hat am 03.09.2025 einen Entwurf beschlossen, der die jährliche Berichtspflicht rückwirkend abschaffen soll (NWB Experten-Blog). Das BAFA prüft seitdem keine Berichte nach §§ 12 und 13 LkSG mehr (IHK Dresden).
Der Entwurf reduziert die Bußgeldtatbestände von 13 auf 4. Sanktioniert werden sollen nur noch schwere Verstöße gegen die Sorgfaltspflichten (NWB Experten-Blog).
Der Bundestag hat den Gesetzentwurf (Drucksache 21/2474) am 16.01.2026 in erster Lesung beraten (Deutscher Bundestag). Nach unserer Recherche im Oktober 2026 ist das Änderungsgesetz noch nicht verkündet (liefertreu). Prüfen Sie den aktuellen Stand vor Entscheidungen im Bundesgesetzblatt.
Die Sorgfaltspflichten selbst gelten weiter (DIHK). Betroffene Unternehmen brauchen also weiterhin:
Entfallen ist nur der öffentliche Bericht. Die Nachweise müssen Sie trotzdem führen können.
Mit der Richtlinie (EU) 2026/470 hat die EU die Lieferkettenrichtlinie CSDDD im Rahmen des Omnibus-I-Pakets geändert. Sie wurde am 26.02.2026 im Amtsblatt veröffentlicht (Noerr). Die wichtigsten Punkte:
Die Kernpflichten, Schäden in Eigenbetrieb und Wertschöpfungskette zu verhindern und zu beheben, bleiben bestehen (Business & Human Rights Resource Centre). Wie Deutschland das LkSG an die neue Richtlinie anpasst, ist noch offen.
Die meisten Anfragen kommen nicht vom BAFA, sondern von Auftraggebern. Ein Generalunternehmer fragt vor der Vergabe: Welche Lieferanten setzen Sie ein, wo sitzen sie, gibt es eine unterschriebene Verhaltenserklärung? Wer Lieferanten in Excel-Listen, Mail-Postfächern und Köpfen von Polieren verwaltet, braucht für diese Antwort Tage. Ein zentraler Lieferantenstamm mit Adressen, Ansprechpartnern, Zertifikaten und Ablaufdaten macht daraus eine Abfrage.
Risiken liegen am Bau oft in der Vorkette: Natursteine, Bewehrungsstahl, Holz oder Solarmodule mit langen Lieferwegen. Dafür müssen Sie wissen, welches Material von welchem Händler auf welcher Baustelle verbaut wurde. Diese Information steht auf Bestellung und Lieferschein. Liegt der Lieferschein nur als Papier im Bauwagen, ist sie für eine Risikoanalyse praktisch nicht nutzbar.
Bei Nachunternehmern geht es vor allem um Arbeitsbedingungen: Mindestlohn, Arbeitsschutz, Unterkünfte, Subunternehmerketten. Sinnvoll sind vertragliche Zusicherungen, die Weitergabe an Sub-Subunternehmer, Stichproben auf der Baustelle und ein Beschwerdekanal, den auch gewerbliche Mitarbeiter ohne Deutschkenntnisse erreichen.
Mit CATHAGO laufen Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen über eine Plattform. Unsere eigene KI liest Papierlieferscheine aus und ordnet sie Bestellung und Baustelle zu. So entsteht nebenbei die Datengrundlage, aus der Sie sehen, welcher Lieferant welches Material wohin geliefert hat. Unsere Kunden erreichen 99,9 % digitale Lieferdaten. Wie das in Ihrem Betrieb aussieht, zeigen wir Ihnen in einer Demo.